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Zweite Fahrt des Sternenhof-Teams zu Radu nach Cluj

Anfang Dezember war das Sternenhof-Team zum zweiten Mal in Rumänien bei Radu. Hier ist der ausführliche Bericht.

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Diese zweite Fahrt war eher eine Planungsfahrt. Wir wollten mit Radu persönlich die nächsten Schritte bereden, und einige Details klären. Außerdem sollte dies auch eine Fahrt der Visionen sein. Denn bei Radu geht es nicht nur um die Notfall-Hilfe, die er akut braucht, um die katastrophalen Folgen durch den Brand zu bewältigen. Sondern es geht um Hilfe zur Selbsthilfe.

Wir sind am Donnerstag Nacht mit einem 3,5 Tonner in Cluj angekommen. Da wir wissen, dass Radu durch den Brand und den Winter Futterengpässe überbrücken muss, haben wir einen Teil des von Ihnen gespendeten Futters mitgenommen. Damit dürfte er über Weihnachten kommen. Den gesamten Freitag haben wir mit Radu verbracht und lange mit ihm gesprochen. Er hat uns den Tagesablauf im Tierheim gezeigt und die Futterstellen, die er betreut. Außerdem haben wir zusammen die Halle, die ausgebaut werden soll, noch einmal exakt ausgemessen und die anstehenden Projekte genauer besprochen.

Dies sind die Ergebnisse der Gespräche:

Ausbau des Tierheims

Eine leerstehende Halle wird von uns mit Zwingerelementen ausgebaut. Die Halle bietet Platz für rund 40 großzügige Zwinger. Die Elemente bestehen aus senkrechten Stäben und sind vollverzinkt. Durch die senkrechten Stäbe entfällt die Verletzungsgefahr, denn es stehen keine scharfen Teile heraus. Da die Elemente vollverzinkt sind, haben sie eine lange Haltbarkeit. Radu hat also lange etwas davon.

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Zwischen den Zwingern werden Doppelpaneelen installiert. Sie sind blickdicht, so dass sich die Hunde nicht sehen, und auch der Lärm ein bisschen gemildert wird. Außerdem werden Holzliegeplatten verlegt. Da Radu nicht mit Decken oder Sägespänen (so wie Oana in Craiova) arbeiten kann, brauchten wir eine andere Lösung. Die Holzliegeplatten bieten vergleichsweise warme Liegeplätze und sind gut zu reinigen.

Es werden sowohl Einzelzwinger als auch Gruppenzwinger (für jeweils drei bis vier Hunde) gebaut. So kann Radu auch aggressive Hunde so unterbringen, dass sie weder für sich noch für andere eine Gefahr darstellen.

Dritter Hilfstransport zu Radu

Anfang 2013 sind wir wieder in Cluj. Am 10. Januar werden wir mit einem 40-Tonner nach Rumänien fahren. Mit diesem Transport werden zum einen die Zwingerelemente mitgenommen und zum anderen all Ihre Futterspenden. Der Truck ist noch nicht voll. Wir sind also weiterhin dankbar für Trockenfutter.

Sammelstelle in Wien

Der Transport wird auch dieses Mal in Wien halten. Dort gibt es also dank einiger ehrenamtlicher Helfer auch eine Sammelstelle. Wir haben uns dieses Mal für einen Zug mit Anhänger entschieden in der Hoffnung, dass dieser auch die letzten zwei Kilometer schafft. Wenn es nicht zu verschneit und eisig in Cluj ist, dann kann der Laster direkt bis zum Tierheim fahren. Das würde uns das Ausladen sehr erleichtern. Das ersten Mal mussten wir ja alles erst noch einmal umladen auf einen kleineren Transporter, was uns fünf Stunden und viele Nerven gekostet hat.

Dreharbeiten mit VOX

Anfang Januar wird auch wieder das Team von VOX vor Ort sein und alle Vorgänge dort drehen. Sie können also alles noch einmal bei hundkatzemaus sehen. Der voraussichtliche Sendetermin ist im Februar. Sobald wir das genaue Datum wissen, informieren wir Sie.

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Fazit: Diese Fahrt war wichtig. Bei den Gesprächen mit Radu haben wir wieder einmal gemerkt, wie wenig wir von den widrigen Umständen, unter denen diese Tierschützer arbeiten, eigentlich wissen - und das, obwohl wir seit Jahren mit mehreren rumänischen Tierheimen eng zusammenarbeiten und wirklich
schon viel gesehen haben.

Radu hat uns seine Situation, seine Vision und seine Herzenswünsche erklärt. Er hat auch betont, wie dankbar er für die Hilfe ist und er wird sooft als möglich Fotos seiner Rettungsaktionen ins Netz stellen.
Wir haben bei den Gesprächen einen Eindruck davon bekommen, wie eng dieser Mann mit ALLEN Tieren in der Umgebung verbunden ist. Das ist etwas, das uns und - wie wir denken auch Sie - mit Radu eint.

Vor allem Eines hat sich durch diese Gespräche gefestigt:
Wir vertrauen Radu und gehen mit seinen Zielen konform. Radu macht in Cluj seit Jahren einen wunderbaren Job. Ohne ihn wären Tausende von Straßenhunden und -katzen elendiglich verendet. Er macht aus den widrigen Umständen dort das Beste. Dazu gehört eine ganze Menge Mut und Engagement. Unser Ziel ist es, ihm seine Arbeit zu erleichtern und ihn zu befähigen, den Tieren aus eigener Kraft
bestmöglich und praxistauglich - also angepasst an die dortigen Gegebenheiten - zu helfen.

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Sie sehen, es sind einige Maßnahmen bereits in vollem Gange. Ohne Ihre Hilfe hätten wir das nie so schnell auf die Beine stellen können. Vielen Dank noch einmal - auch im Namen von Radu und im Namen der Tiere. Dies alles ist jedoch erst der Anfang. Im nächsten Jahr sind noch viele Maßnahmen geplant, um den Tieren in Radus Region zu helfen. Bitte begleiten Sie uns auch weiterhin auf diesem Weg und lassen Sie uns gemeinsam Unmögliches möglich machen. Ihre Spenden sind es, die den gequälten Hunden auf Rumäniens Straßen eine Chance auf ein artgerechtes Leben ermöglichen. Vielen Dank.

Ihr Sternenhof-Team