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Endstation Tötungsstation!

Mit gemischten Gefühlen machen wir uns auf den Weg nach Ungarn. Gemeinsam mit unserem Partnerverein Respektiere (http://www.respektiere.at/) fahren wir zum dritten Mal in das Katastrophengebiet Kolontar um Hilfsgüter zu bringen, und wir fahren in zwei Tötungsstationen und in ein Tierheim in Ungarn.

Es ist früh am Morgen kurz nach der Grenze zu Ungarn unser erstes Ziel an diesem Tag: eine Tötungsstation. Auf unseren Reisen besuchen wir immer wieder Tötungsstationen um nach dem Rechten zu sehen und die Zustände zu dokumentieren. Diese Besuche sind sehr belastend, denn wir können für die Tiere vor Ort nichts tun da diese Lager gesetzlich erlaubt sind. Jedoch werden wir nicht müde die Öffentlichkeit über solche Orte zu informieren und somit ein Umdenken in der Bevölkerung zu erreichen, sowie Druck auf die Politik auszuüben. Die Geschichte zeigt uns, dass die einzige Möglichkeit das „Problem" Straßenhunde in den Griff zu bekommen ein kontinuierliches Kastrationsprojekt ist. Nur so wird man die Situation lösen können, das Töten von Hunden bringt nur einen kurzfristigen Erfolg, Tage oder Wochen später steht man vor dem gleichen Problem!

Weiter geht es nach Kolontar, das Dorf des Grauens. Vor einem Jahr zerstörte eine Schlammlawine giftigster Chemikalien zwei Dörfer, Kolontar und Devescer. Die Natur wurde um Jahrzehnte zurückversetzt, alle Wildtiere, die mit der giftigen Masse in Berührung kamen, starben. Auch heute sehen wir keine Vögel, Käfer oder sonstige Tiere. Alles Leben wurde ausgelöscht. Doch was lernt der Mensch aus solchen Katastrophen? Leider nichts! Wir fahren das erste Mal direkt zu den Becken, in denen die Chemikalien gesammelt werden. Es gibt keine Polizeiabsperrung mehr. Wir sind entsetzt. Die Becken sind so groß wie einige Fußballfelder zusammen. Das zerstörte Becken wird gerade geschlossen. Und was sehen wir nebenan? Die rote Flüssigkeit fliest weiter! Nichts hat man gelernt aus dem Unglück. Direkt neben dem gebrochenen Becken wird weiter Chemie direkt in die Erde gegossen. Die „Becken" sind nicht mehr als ausgehobene Löcher in einem Berg, die Wände mit Kalk ausgekleidet. Und auch das Leben in den Dörfern geht weiter. Nicht wie versprochen gibt es eine Umsiedlung für die Menschen. Schulkinder stehen auf der rotverschmierten Straße und warten auf den Schulbus! Die Häuser, die nicht völlig zerstört wurden, sind wieder bewohnt.

Wir verlassen diesen traurigen Ort und fahren weiter nach Vesprem um uns mit Gabi zu treffen. Gabi ist eine Deutsche, die in Ungarn ein Tierheim führt und wunderbare Arbeit leistet. Das Skurrile - das Tierheim ist direkt an die staatliche Tötungsstation angebaut! Hier laden wir unsere mitgebrachten Hilfsgüter ab. Es gibt ein Abkommen mit der Stadt - sie töten die Hunde nicht nach zwei Wochen sondern erst wenn kein Platz mehr im Heim ist. Und Gabi darf Hunde aus dem Heim in ihr Tierheim bringen. Das Tierheim Waldkraiburg hat sich bereiterklärt wieder Hunde aufzunehmen und so nehmen wir bei unserer Heimfahrt 9 Hunde mit nach Deutschland. Gabi ist froh denn die Tötungsstation ist schon wieder voll! Sie wird am nächsten Tag 3 Hunde aus der Tötung zu sich ins Tierheim bringen.

Gabi hat uns nachdem wir Zuhause waren ein Email geschrieben. Wir wollen Ihnen diese Zeilen nicht vorenthalten den der Dank gilt Ihnen. Sie sind es die solche Einsätze erst möglich machen.

„Hallo,

(...) Wir können es alles noch gar nicht fassen, Ihr habt uns so viel Hundefutter, Decken und Zubehör mitgebracht und dann auch noch 9 Hunde mitgenommen. DANKE,DANKE,DANKE !!!!!!!!!! Soviel Hundefutter haben wir noch nie auf einmal bekommen und wir haben jetzt erst mal einen guten Vorrat. Ab Montag werden die Hunde in der Tötungsanstalt erst mal eine extra Portion Futter bekommen, das haben sie nur Euch zu verdanken. (...) Ich werde morgen unseren Tierarzt anrufen und mal nachfragen, ob er gleich am Montag kommen kann, dann können wir gleich 3 Hunde wieder retten (das verdanken sie auch wieder Euch ).Werde auf jeden Fall, die Schäferhundmischlingshündin im Letzen Zwinger rüber holen ,wie ich es versprochen habe. (...) Wir können nur nochmals sagen  DANKE,DANKE,DANKE,DANKE auch im Namen der Hunde für Eure so großzügige Spende. Vor allem das Welpenfutter haben wir dringend benötigt. Ihr habt die kleine Rasselbande ja gesehen. (...)

Ganz viele liebe Grüße 

Gabi"

Bitte helfen Sie uns auch weiterhin - nur mit Ihrer Hilfe können wir wieder Straßenhunde retten.

Vielen Dank

Erwin Denkmayr