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Sternenhof ist auf Weihnachtshilfstour nach Craiova unterwegs!

 

Als wir am 12. Dezember unsere Sachen packen um bereits zum 4. Mal im Jahr 2010 gemeinsam mit unserem Partnerverein Respektiere nach Rumänien aufzubrechen, sind wir sehr erfreut über die zahlreichen Spenden, die wir am nächsten Morgen zu ihrem Bestimmungsort bringen werden. Dank der zahlreichen Unterstützung unserer treuen Spender sind solche Hilfsfahrten erst möglich. Wieder liegen 18 Stunden Fahrt vor uns, bevor wir in Timisoara unseren ersten Stopp einlegen. Dort angekommen werden wir  wie immer freudig von Pater Berno und seinen Helfern empfangen. Natürlich haben wir auch für ihn und seine Schützlinge etwas dabei. Wir verbringen die Nacht dort um Kraft für unsere Weiterfahrt zu tanken. Von Pater Berno bis Craiova brauchen wir weitere 8 Stunden. Wie jedes Mal säumen dutzende überfahrener Hunde die Straßen Rumäniens, an dessen Anblick wir uns wohl nie gewöhnen werden. An einer Mülldeponie machen wir eine kurze Pause und, ob Zufall oder Schicksal wissen wir nicht, wir entdecken zwei kleine Welpen von etwa sechs Wochen, die vergebens nach Essbarem im Müll suchen.

Von einer Mutter oder Geschwistern fehlt jede Spur. Die beiden sind völlig verdreckt, unterkühlt und ausgehungert. Wir zögern nicht lange und nehmen sie mit zu Oana. Dort werden sie medizinisch versorgt und bekommen Futter und ein warmes Plätzchen zum Erholen. In Rumänien ist es keine Seltenheit, dass Welpen wie Müll einfach entsorgt werden, erfahren wir anschließend von Oana.

Nachdem wir alle Hilfsgüter wie Futter, Medikamente und dergleichen im Tierheim ausgeladen haben, machen wir uns auf den Weg nach Slatina, dem Ort des Grauens, der uns nicht mehr aus dem Kopf ging.

Was wird uns wohl dort erwarten? Wir wussten, dass das Tierheim aufgrund unserer Proteste geschlossen wurde. Es wurde jedoch in der Zwischenzeit von privat wieder eröffnet. Dort angekommen schleichen wir uns heimlich auf die Anlage. Erfreulicherweise sehen wir, dass Wasserleitungen neu verlegt waren, die bis zu den Zwingeranlagen führen.

Das Wasser in den Trögen der Zwinger ist jedoch eingefroren. Wir finden außerdem leere Futtersäcke. Als wir uns die Hunde schließlich näher anschauen, können wir nur annehmen, dass diese nicht besonders oft gefüttert werden. Viele von ihnen sind bis auf die Knochen abgemagert.

Einige der Hunde krümmen sich vor Hunger und Schmerzen. Wir entdecken Welpen, die noch die letzten Reste eines toten Hundeschädels benagen. Der Anblick ist grausam. Wie kann man „dem besten Freund des Menschen" nur so etwas antun. Sicherlich ist die wirtschaftliche Lage in Rumänien sehr schlecht und ein Tierheim in dieser Größe sehr kostenintensiv. Hinzu kommt, das dieses Tierheim von der Stadt anscheinend die Auflage erfüllen muss jeden eingefangenen Streuner aufzunehmen. Ob das Tierheim dafür Geld von der Stadt bekommt wissen wir nicht. Ohne Hilfe schaffen es viele Tierheime einfach nicht so viele Hunde gut zu versorgen. Man kann den guten Willen anhand der neuen Wasserleitungen und der Hundefuttersäcke erkennen. Die Lage für die Hunde in Slatina hat sich jedoch nicht wirklich entscheidend verbessert. Mit traurigen Herzen aber mit dem Ziel, dass wir in jedem Fall diesen Hunden helfen werden, verlassen wir diesen schrecklichen Ort. Oana wird diverse Dinge abklären und den neuen Besitzer der Anlage ausfindig machen. Danach werden wir unser weiteres Vorgehen im Fall Slatina besprechen und handeln!

Am nächsten Tag besuchen wir noch ein zweites privates Tierheim in der Nähe von Craiova. Dort befinden sich ca. 70 Hunde, die alle von Aurelia betreut werden. Sie opfert ihr ganzes Geld um diese Hunde und noch weitere 20 Streuner bei sich zuhause versorgen zu können. Es sind bemerkenswerte Menschen, die unsere Hochachtung verdienen. Sie geben alles um den Tieren zu helfen und erhalten keinerlei Unterstützung von Seiten des Staates oder der Mitbürger. Auch diesen Hunden bringen wir Futter  und werden es auf unseren kommenden Besuchen weiterhin tun.

Bei unserer Heimreise begleiten uns 22 Hunde und 3 Katzen. Die Dankbarkeit dieser Tiere ist unbeschreiblich. Die Hunde in Rumänien haben ein so großartiges und sanftes Wesen.

Nach der Hilfsfahrt ist vor der Hilfsfahrt. Wir werden bald wieder nach Rumänien fahren um den Ärmsten der Armen zu helfen. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin, damit wir dieses Versprechen halten können. Die Tiere brauchen uns und wir hoffen auf Ihre Hilfe.

Vielen Dank

Erwin Denkmayr