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Entsorgungsstation Sternenhof?

Morgen, 7 Uhr, die Tierpflegerin öffnet das Tor zum Sternenhof, es war eine kalte Nacht und das Wetter alles andere als sommerlich. Das erste, was sie entdeckt ist eine verschlossenen Schachtel an der Einfahrt-und eigentlich weiß sie schon fast im gleichen Moment was das bedeutet. Zu oft schon waren diese Art Schachteln am Sternenhof gefunden worden-und sie hatten bedauerlicherweise fast immer den gleichen Inhalt.  Als die Pflegerin Richtung Schachtel ging, hörte sie schön ein mehrstimmiges Gejammer und wehklagendes Miauen - und sie staunte nicht schlecht, als sie 10 (!) kleine Kätzchen, erst ein paar Wochen alt, in dieser Schachtel fand. Zitternd und frierend drängten sie ihr entgegen, versuchten ein bisschen Wärme und Zuwendung zu finden.  Was sind das für Menschen, die so etwas tun? Fragte sich die Mitarbeiterin zum so und so vielten Male....und im gleichen Moment dachte sie an die Mutter der Kleinen-wo sie wohl ist, was ihr wohl geschehen ist? Wie kann man so etwas tun? Sie telefonierte sofort mit ihren Kollegen, und brachte danach die Kleinen ins Warme, gab ihnen ein Bettchen und etwas zu fressen. Die Probleme fangen jetzt an: Wohin mit den Kleinen? Die Quarantänestationen und Katzenzimmer auf der Arche sind alle mehr als voll, es wurden schon andere Räume als Notunterkunft umfunktioniert, und das Katzenhaus am Sternenhof ist noch nicht fertig. In allem möglichen Zimmern sitzen schon andere Notfallkatzen, denn täglich kommen kranke, verlassene, oder angefahrene Katzen zum Sternenhof.  Das Sternenhof Team berät sich, es wird sich eine Lösung finden-wie immer. Wie viel einfacher wäre es gewesen, wenn sich der Katzenmama-Besitzer gemeldet hätte, und um Hilfe gebeten hätte. So könnte man ihn wenigstens dazu bringen, seine Katze kastrieren zu lassen, damit im Herbst nicht wieder 10 kleine Kätzchen in einer Schachtel am Sternenhof Parkplatz enden. Der Sternenhof unterstützt solche Kastrationen, die Leute müssen sich nur einfach melden, und nicht das unerwünschte Ergebnis einer Katzen-Liebesnacht heimlich dort „entsorgen". Das ist doch keine Lösung für das Katzenelend in unserer Region und in allen anderen Ländern.