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Strawanzer

Strawanzer hatte richtig Glück. Er hätte mit 6 Monaten geschlachtet werden sollen. Gemeinsam mit seinem Freund Striezel ist er aus einer Mastanlage in Passau entkommen. 

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Die Geschichte von Striezel und Strawanzer

Hallo, ich bin Nr. 163

Ich bin ein kleines Schweinchen, eben Nr. 163, erst ein paar Wochen alt und das ist mein Bruder Nr. 164. Meine Mama sagte wir bekommen keine Namen nur Nummer, es solle hier niemand sentimental werden, wir seien nur Fleischlieferanten. Aber ich habe es nicht verstanden.

Ich lebte in einem Stall mit hunderten anderen Schweinen. Das Leben dort ist nichts besonderes. Nur wenn die Männer kommen, dann bewegt sich was. Wenn sie kamen war es meist sehr laut und sie machten schreckliche Sachen mit uns. Am ersten Morgen haben sie mir mein kleines Ringelschwänzchen abgeschnitten, dann haben sie mir noch die Zähne abgeschliffen. Sie sagten wir würden uns sonst verletzen. Aber was soll man in dieser Enge in diesem Dreck auch anderes machen? Da wird auch der bravste mal aggressiv und hat die Nase voll. Wir hatten nichts, wir standen auf kaltem und nassem Betonboden. Der Boden hatte lauter Spalten damit der Dreck abläuft.
Manchmal verstopfte der Ablauf, dann standen wir in der Nässe und konnten uns nicht hinlegen.

Ein paar Tage später kamen sie wieder. Sie packten mich und meinen Bruder und rissen uns von der Mutter weg. Ich erinnere mich mit Schrecken daran. Wir haben laut geschrien, gequickt aber es hat alles nichts genutzt. Wir sollten heute kastriert werden... Das kann sich keiner vorstellen, was das für Schmerzen ohne Betäubung sind. Meine Mutter sagte, dass sie das die ersten Tage mit uns machen dürfen. Aber es tut so weh. Wir wurden aufgeschnitten und dann haben sie uns die Hoden raus geschnitten. Alles ohne Betäubung... Ich hatte immer Angst wenn die Männer kamen, ...auch heute noch.

Meine Mama konnte nie mit uns spielen, sie war in einem Metallgestelle eingesperrt, konnte sich nicht einmal umdrehen. Wenn wir kuscheln wollten, sind wir zu ihrem Gesicht. Sie hat immer traurig geschaut. Sie sagte immer sie würde so gerne mit uns einmal über eine Wiese laufen, fangen spielen, einfach nur in der Sonne liegen. Aber die Menschen wollen das nicht. Wir sollen schnell wachsen, damit wir am Ende möglichst billig sind.

Eines Tages träumte ich davon dass ich mit meiner Mama über eine Wiese laufe und am Abend mit ihr in einem schönen Nest kuscheln kann, genauso wie sie uns das immer erzählt hat. Doch dann kamen wieder die Männer und weckten uns auf. Wir waren immer sehr nervös wenn sie kamen. Was machen sie heute wieder mit uns? Tut es wieder so weh?

Einer packte mich am Fuß und hat mich in einen Wagen geschmissen. Auch alle meine Geschwister haben sie auf den Wagen geworfen. Und dann fuhren sie los mit uns. Wohin sollte die Fahrt gehen? Wir haben immer nach unserer Mama gerufen, aber sie konnte uns nicht helfen. Sie war eingesperrt in ihrem Metallgestell. Wir wurden in einen neuen Stall gebracht. Er war etwas größer aber genau so leer und mit dem gleichen Boden der an den Füßen so schmerzt. Den ganzen Abend konnte ich nicht schlafen, mir fehlte meine Mama so...


Am nächsten Morgen versuchte ich zu meiner Mama zu kommen, es muss doch irgendeinen Weg geben. Und tatsächlich, die Männer hatten die Tür nicht richtig verschlossen. Das war unsere Chance! Ich und mein Bruder Nr. 164 sind raus, wir hatten nur mehr unsere Mama im Kopf.

Plötzlich standen wir auf etwas weichem, es fühlte sich an wie eine Wiese, von der Mama immer gesprochen hatte. Egal, wir liefen los, wollten doch zu unserer Mama. Wir liefen den Berg nach oben, da musste sie irgendwo sein.

Aber nein, oben am Berg packte mich plötzlich etwas von hinten am Bein und auch mein Bruder wurde gefangen. Ich hatte solche Angst - wusste nicht was passiert. Doch dann hörte ich das Wort "Tierheim". Sind wir in ein Tierheim gelaufen? Was ist das. Doch diese Menschen waren anders, was machen sie mit uns? Sie waren nicht so hecktisch, waren ganz vorsichtig, haben uns in ein Strohbett gelegt - davon erzählte meine Mama immer. Es war wirklich sehr weich und warm.

Dann sagte jemand wir müssten zurück gebracht werden! Hier im Tierheim ist man auf Schweine wie wir nicht angerichtet. Viele alte Gedanken schossen mir durch den Kopf und ich hatte Angst, dass ich zurück musste.

Dann wurde viel telefoniert. Ich hörte immer: "Nein es geht nicht, wir haben keinen Platz." Doch dann hat jemand beim Sternenhof angerufen und die wollten uns nicht einfach so unserem Schicksal überlassen. "Ja wir finden eine Lösung!" hieß es da. Dann hat es auch nicht mehr lange gedauert
und wir waren in einem Auto und fuhren los. Jetzt sind wir in einem richtig schönen Stall. Der Mann vom Sternenhof sagte immer „Pflegeplatz". Uns war es egal, hier haben wir viel Stroh, einen warmen Stall und kein so ekelhaftes Futter wie damals. Nur meine Mama fehlt mir sehr...

Wir sind so dankbar, dass wir hier sein dürfen und ein würdevolles Leben führen können. Ich denke wir haben richtig Schwein gehabt und sind einem elenden Leben und einem qualvollen Tod entkommen.

Doch wir kosten auch Geld. Mein Bruder hat sich bei der Suche nach unserer Mama etwas erkältet und braucht dringend einen Tierarzt. Der Mitarbeiter vom Sternenhof meinte, das würden sie schon hinkriegen, denn es gäbe viele tierliebe Menschen, denen unser Schicksal nicht egal sei und die gerne bereit seien dem Sternenhof- und damit auch uns - mit einer Spende zu helfen. Also bitte, bitte helft dem Sternenhof, denn hier wollen wir alt werden! ...auch wenn ich immer noch an meine Mama und Geschwister denken muss...